Der letzte Hexenprozess von Ransbach
Die Theaterabteilung des Kultur- und Trachtenverein Bliesransbach wird in diesem Jahr das Theaterstück “Der letzte Heckenprozess von Ransbach” aufführen:
An zwei Spielterminen in Bliesransbach vor der Alten Kirche (Dom):
Freitag, 02, Juli 2010, 20:30 Uhr und Sa, 03.Juli, 20:30 Uhr
und an drei Spielterminen auf der Natürbühne Gräfinthal:
Fr. 16. Juli - 20:30 Uhr, Sa. 17. Juli - 20:30 Uhr und So. 18: Juli - 16:00 Uhr
Hexenglaube – Hexenverfolgung – Hexenhammer - Buhlschaft mit dem Bösen
All dies kennzeichnete die Zeiten der Inquisition. Denunziation, Aberglaube, Neid, Habgier, Eifersucht, Angst, Unwissen, die Kirche - alles zusammen beherrschte zur Zeit des Mittelalters die Menschen und brachte Ungerechtigkeit, Qual und Tod über die Menschen in Europa . Im Deutschen Reich sind insgesamt 25.000 Fälle von Hexenverbrennungen bekannt.
Allein der kleine Ort Ransbach (heute Bliesransbach), zum Kloster Hornbach gehörend, verzeichnet nachweislich zehn Fälle von Hexenprozessen. Man brauchte nicht viel, um jemanden der Hexerei zu bezichtigen. Grausame Foltermethoden, Wasser- oder Feuerproben mussten die Beschuldigten über sich ergehen lassen. Zermürbung von Körper Geist und Seele ließen fingierte Geständnisse entstehen. Vor Gericht war es den Angeklagten schier unmöglich, das Gegenteil, und somit ihre Unschuld zu beweisen. Dies bedeutete das Todesurteil – die Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen.
Theodor Follmar schrieb dieses Stück 1960 in Anlehnung absolut authentischer Nachforschungen bekannter Heimatkundler.



